Acht Wochenendtermine, verteilt über das Bienenjahr. Jeder Termin hat einen eigenen thematischen Schwerpunkt und baut auf dem vorigen auf.
Der Kurs beginnt im Frühjahr und begleitet Teilnehmer durch ein vollständiges Bienenjahr bis in den Herbst hinein. Diese Struktur ist nicht zufällig: Imkerei lässt sich nur im saisonalen Kontext wirklich verstehen.
Jeder Wochenendtermin umfasst einen theoretischen Teil und eine praktische Einheit am Bienenstock. Die Kombination aus Erklärung und direkter Erfahrung ist der Kern des Kurskonzepts.
Der erste Termin führt in die Welt der Imkerei ein. Teilnehmer lernen den Lehrbienenstand kennen, erhalten eine erste Übersicht über das Bienenjahr und besprechen gemeinsam die Anforderungen an einen guten Bienenstandort. Abstandsregeln, Sonnenausrichtung und Wasserversorgung werden an konkreten Beispielen besprochen.
Das zweite Modul klärt alle behördlichen Pflichten der Bienenhaltung. Teilnehmer erhalten einen vollständigen Überblick über die Meldepflicht, gehen gemeinsam die Anmeldeformulare durch und lernen die wichtigsten Inhalte der Bienenseuchenverordnung kennen.
Die Frühjahrsrevision ist die erste gründliche Kontrolle des Bienenvolkes nach dem Winter. Teilnehmer öffnen gemeinsam den Bienenstock, beurteilen den Winterverlust, prüfen die Königin und bewerten die Stärke des Volkes. Praktische Arbeit steht im Mittelpunkt.
Die Schwarmzeit ist die intensivste Phase des Bienenjahres. Dieses Modul erklärt die Biologie des Schwarmprozesses und zeigt, wie Schwarmzellen erkannt, Schwärme verhindert oder genutzt werden können. Teilnehmer üben die Schwarmkontrolle direkt am Bienenstock.
Varroabefall messen und bewerten. Teilnehmer lernen die Zuckermethode und andere Messmethoden kennen und führen selbst eine Messung durch. Die Sommerbehandlung mit Ameisensäure wird erklärt und am Bienenstand demonstriert.
Das Erntemodul ist der praktische Höhepunkt des Kurses. Von der Entnahme der Honigwaben über das Schleudern bis zur Abfüllung in Gläser: Alle Schritte werden gemeinsam durchgeführt. Gleichzeitig werden die Kennzeichnungspflichten der Honigverordnung besprochen.
Die Herbstbehandlung mit Oxalsäure ist die wichtigste Behandlung des Jahres. Teilnehmer lernen, wann und wie die Behandlung korrekt durchgeführt wird, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wie der Behandlungserfolg kontrolliert wird.
Der letzte Termin bereitet das Bienenvolk auf den Winter vor und zieht eine Bilanz des Kursjahres. Winterfütterung, Mäuseschutz und Belüftung werden praktisch gezeigt. In der Abschlussbesprechung werden offene Fragen geklärt und der Ausblick auf das erste eigene Bienenjahr gegeben.
Die genauen Wochenendtermine werden zu Kursbeginn gemeinsam abgestimmt. Da die Kursinhalte eng mit dem Bienenjahr verknüpft sind, können einzelne Termine witterungsabhängig leicht verschoben werden. Aktuelle Kursplanung auf Anfrage.
Für Fragen zu Terminen und Kursverfügbarkeit steht das Team gern zur Verfügung.