Ein strukturierter Kursaufbau, der alle wesentlichen Themen der Anfängerimkerei abdeckt. Von der Planung des Standorts bis zur abgefüllten Honigflasche.
Der Praxiskurs ist in acht Wochenendtermine gegliedert. Jeder Termin hat einen thematischen Schwerpunkt und wird durch praktische Arbeit am Lehrbienenstand ergänzt. Alle Themen sind aufeinander aufgebaut, sodass ein stimmiges Gesamtbild entsteht.
Ein guter Standort ist die Grundlage für gesunde Bienen. Im ersten Kursmodul werden die Anforderungen an einen Bienenstandort systematisch erarbeitet. Dazu gehören Himmelsausrichtung, Windschutz, Wasserversorgung und die Anforderungen aus dem Nachbarschaftsrecht.
Auch städtische Standorte werden behandelt: Balkone, Flachdächer, Schrebergärten und Kleingärten haben jeweils eigene Anforderungen und Einschränkungen. Teilnehmer lernen, wie sie einen Standort beurteilen und welche Faktoren bei der Entscheidung ausschlaggebend sind.
Wer Bienen hält, ist in Deutschland gesetzlich verpflichtet, dies beim zuständigen Veterinäramt anzumelden. Dieses Modul führt Schritt für Schritt durch den Anmeldeprozess, erklärt die notwendigen Formulare und klärt, welche Informationen angegeben werden müssen.
Darüber hinaus werden die Grundlagen der Bienenseuchenverordnung vermittelt: Welche Krankheiten sind meldepflichtig? Wie wird ein Seuchenfall dokumentiert? Was ist bei einem Verdacht zu tun?
Imkerei ist ein Handwerk mit ausgeprägtem Jahresrhythmus. Der saisonale Arbeitskalender zeigt, welche Maßnahmen wann notwendig sind und wie sie sich in den natürlichen Ablauf des Bienenvolkes einfügen.
Von der Frühjahrsrevision im März über Schwarmkontrolle und Honigernte im Sommer bis zur Einwinterung im Herbst: Jede Saison hat ihre eigene Logik. Der Kurs vermittelt diese Logik durch direktes Erleben am Lehrbienenstand.
Die Varroamilbe (Varroa destructor) ist die größte Bedrohung für Bienenvölker in Mitteleuropa. Ohne konsequente Behandlung überlebt ein Volk in der Regel keine drei Jahre. Dieses Kursmodul vermittelt alle wesentlichen Grundlagen der Varroabekämpfung.
Teilnehmer lernen, wie der Milbenbefall gemessen wird, welche Behandlungsmethoden zugelassen sind und wie die Behandlung korrekt durchgeführt wird. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Timing: Wann ist der Behandlungserfolg am größten, wann ist Behandeln riskant?
Die Honigernte ist ein Höhepunkt des Bienenjahres. Dieses Modul behandelt alle Schritte vom Bienenstock bis zum fertigen Honig: Wann ist der richtige Erntezeitpunkt? Wie wird geschleudert? Wie wird der Honig gerührt oder cremig verarbeitet?
Die Ernte wird am Lehrbienenstand praktisch durchgeführt. Jeder Teilnehmer arbeitet mit, von der Entnahme der Honigwaben über das Entdeckeln bis zum Schleudern und Abfüllen.
Wer Honig abgibt, auch unentgeltlich, muss die Kennzeichnungspflichten der deutschen Honigverordnung kennen. Dieses Modul erklärt, welche Pflichtangaben auf das Etikett müssen, was erlaubt ist und was nicht, und wie hygienische Abfüllung korrekt durchgeführt wird.
Besprochen werden auch die Unterschiede zwischen verschiedenen Honigarten, die Bedeutung des Mindesthaltbarkeitsdatums und die Anforderungen an Gläser und Deckel.
Teilnehmer benötigen keine Vorkenntnisse und keine eigene Ausrüstung. Alles, was für die praktische Arbeit am Bienenstock notwendig ist, wird gestellt.
Kursfragen beantwortet das Team gern persönlich. Nehmen Sie Kontakt auf und erfahren Sie mehr zu Terminen und Verfügbarkeit.